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"in der art" 16.09 . - 23.10.2016

 Im Heidelberger Forum für Kunst wird am Freitag, den 16. September 2016, 20 Uhr die Ausstellung „in der art“ eröffnet, zur Einführung spricht der Kunsthistoriker Prof. Dr. Henry Keazor von der Universität Heidelberg.

Beteiligt an diesem Projekt sind 5 Künstlerinnen und Künstler des Forums für Kunst, gemeinsam mit ihren ebenfalls künstlerisch tätigen „Kindern“.

Michael Bacht mit seinem Sohn Matthis Bacht, der an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert hat und in Heidelberg das Haus am Wehrsteg betreibt. Gisela Hachmann-Ruch mit ihrer Tochter Anette Hachmann, die als Kostüm- und Bühnenbildnerin an vielen Theatern, u.a. auch in Heidelberg arbeitet. Manfred Kästner mit seinem Sohn Frank Kästner, der in Hamburg an der Hochschule für Bildende Künste studiert hat und in Berlin lebt. Werner Schaub mit seinem Sohn Joß, der an der Kunstakademie in Karlsruhe studiert hat und in Freiburg lebt. Lynn Schoene mit ihrer Tochter Helen Schoene, die an der Fontys Tanzakademie in Tilburg sowie am Goldsmith College in London Performance studiert hat und in Wien lebt.

Michael Bacht z.B. zeigt eine Auswahl aus der kleinen Werkgruppe „GEHÄUSE“ und ein Aquarell aus     der Makimonoreihe.
Matthis Bacht als Schüler der Düsseldorfer Akademie, auch im Beuys-Kontext, nimmt natürlich Kontakt auf mit den Dingen außerhalb der klassischen Kunst. Sein bisheriges Werk ist geprägt     von der deutlich sichtbaren Umsetzung, ja Transformation geometrischer Formen in die Dreidimensionalität, Linien wurden letztendlich zu plastischen Formen in der Bildhauerei. Die Ursprungsform jeglicher Kunst wird zur Plastik, hier aber zur Fläche, die wiederum letztendlich   zum plastischen Körper in Steinguss.

Werner und Joß Schaub z.B. zeigen eine gemeinsam entwickelte Video-Installation. Ein Text von  Platon zur Kontroverse über die Schrift zwischen Theut und Thamus läuft  von rechts nach links,  beginnend im rechten Bildschirm, wandert dann weiter über den mittleren und schließlich über den linken Schirm. Die Schrift wird überlagert von Zeichnungen, die auf Acylgläser aufgebracht sind. Diese Gläser haben exakt das Format der Bildschirme, sodass die Zeichnungen wie auf die Schirme aufgebracht erscheinen. Der Text hat auch im zeitgenössischen Diskurs über Kommunikation nicht an Aktualität verloren. Die Installation konfrontiert den Text mit den Möglichkeiten visueller Kommunikation.

Lynn Schoene z.B. zeigt eine Mischtechnik auf einen Original-Entwurf für eine (nicht realisierte) doppelte Themse-Brücke in London. Dieses Doublebridge Projekt sollte seinerzeit einen noblen und imposanten Blick auf das Monument und  das Kommerz-Zentrum mit ihrer damaligen Machtstellung in aller Welt gewähren. Geplant war eine zentrale Öffnungsmöglichkeit: eine Zugbrücke mit sechs Bögen mit einer Spannweite von 100 Fuß, und einer Öffnungsweite von 34 Fuß. Gleichzeitig sollte die Brücke als Promenade dienen. Der Plan würde zugunsten einer einfachen Brücke verworfen.
Die Arbeit von Helen Schoene „Von Zungen reden“  geht aus einer Untersuchung über das Nicht-Aneigenbare hervor, die in der Performance How to face the strange body I am und der Postkartenserie „Terra Incognita“ ihren Anfang hatte. Diesmal hinterfragt sie die Erscheinungsformen, die die Sprache in ihrem künstlerischen Schaffen annimmt. Dabei erweist sich die Sprache selbst als unsicherer Boden, der sich auf Schritt und Tritt zu entziehen droht: Sie bestimmt zwar Richtung und Sinn, führt aber Ziele vor Augen, die stets unerreichbar bleiben; sie schafft Ordnung und Anordnung, lässt sich jedoch selbst schwer einordnen; sie verspricht wunderbare Schätze und Sätze und verspricht sich dabei selbst. Eine Verschiebung wird notwendig

Gisela Hachmann-Ruch z.B.  nutzt fotografische Bildausschnitte architektonischer Sujets als Impuls für die Umsetzung in die druckgrafische Technik des Linolschnitts. Durch die Kombination und Schichtung unterschiedlicher Druckplatten gleicher Größe entstehen Bildserien, die durch den Einsatz verschiedener Farben eine Vielfalt und Variabilität möglich machen, formale Verfremdungen entstehen lassen, die auf ihre Weise zur Abstraktion des Gegenständlichen führen. Die Vervielfältigungstechnik des Hochdrucks dient nicht der Reproduktion des Gleichen, sondern ermöglicht ein Spektrum von Unikaten, die bei jedem Druckvorgang experimentell entwickelt werden.
Anette Hachmann zeigt das Modell einer begehbaren Theaterbühne sowie 8 fotografie zu diversen Bühnenbildern, die sie an unterschiedlichen Theatern realisiert hat.

Das Heidelberger Forum für Kunst ist außer montags täglich zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet.
Letzter Tag der Ausstellung ist Sonntag, der 23. Oktober 2016.

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Lynn Schoene, Doublebridge
Lynn Schoene „Doublebridge“

Michael Bacht, Hommage an Malewitsch
Michael Bacht "Hommage an Malewitsch

Gisela Hachmann-Ruch, Wand 1
Gisela Hachmann-Ruch, "Wand 1"