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Rainer Motz


Rainer Motz
„Retrospektive Munke“ 08.01.- 07.02.2016

Es ist bereits gute Tradition, dass das Forum für Kunst sein Ausstellungsjahr mit einer Gastausstellung des Heidelberger Kulturamtes beginnt und zu dieser Tradition gehört auch das Erinnern an verstorbene Künstlerpersönlichkeiten unserer Stadt.
2017 wird die Ausstellung dem Maler Rainer Motz, genannt Munke gewidmet sein. Die Eröffnung wird am Freitag, den 13. Januar 2017, 20 Uhr stattfinden. Zur Einführung sprechen Stefan Hohenadl vom Kulturamt der Stadt Heidelberg sowie Dr. Hans-Jürgen Kotzur aus Mainz.

Munke wurde 1934 geboren und erhielt seine Ausbildung zunächst an der Werkkunstschule Darmstadt, dann an der Akademie der Künste in München. Studienzeiten in Florenz, Venedig und Rom und Amsterdam folgten.

Seit 1963 war er als freischaffender Künstler in Heidelberg tätig, wo er bis zu seinem tragischen Unfalltod 1990 lebte.

Munkes Arbeiten zeugen von einer großen Liebe zur Poesie, Einflüsse des Surrealismus und des Symbolismus sind spürbar. Er hatte ein Faible für Gespenster und Masken, auch das Makabre fand Eingang in sein Werk ebenso wie filigrane Architekturphantasien.

Die Kritiker seiner Zeit fanden nicht recht Gefallen an seinem Werk und mit ein Ziel der Ausstellung wird es sein, Munke etwas von der damals fehlenden Anerkennung posthum zu erweisen.

Die Galerie ist täglich (außer Montag) von 14 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 12. Februar 2017.

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Zwischen Welten 17.02.- 19.03.2017

Am Freitag, den 17. Februar 2017, 20 Uhr wird im Heidelberger Forum für Kunst die Ausstellung „Zwischen Welten“ eröffnet, die Arbeiten von  je zwei Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die ihre Heimat verlassen haben oder verlassen mussten.
Grenzen wurden und werden von "den Mächtigen" gezogen, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, ohne Rücksicht auf bestehende Verbindungen. Diese "künstlichen" Barrieren wurden sowohl in Afrika als auch in anderen Kolonialgebieten von den europäischen "Großmächten" gezogen und sind ursächlich mit den bestehenden Konflikten verbunden,   die vom Ende der Kolonialzeit bis heute immer wieder neu aufflammen. Weltweit sind etwa 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Bürgerkrieg, Hunger, Armut, Verfolgung und Gewalt. Dass Menschen flüchten müssen oder weggehen wollen,   hat vielfältige Ursachen. Sie würden bleiben – wenn sie eine Aussicht hätten auf menschenwürdige Arbeit, auf Bildung für ihre Kinder, auf ein Leben ohne Mangelernährung, ohne Angst vor Gewalt. Dies alles ist höchst aktuell, wie wir jeden Tag erleben können, diese Sehnsucht nach Freiheit, nach einem Leben und Gestaltungsmöglichkeiten in Freiheit, nach einem Leben ohne Angst, nach einem Leben ohne Unterdrückung, nach einem besseren Leben, auch für die eigenen Kinder.
Die unterschiedlichen Biografien, längere oder kürzere Aufenthaltsdauer in Deutschland, alle zeigen, wie schwer   es für die ist, die heimatlos geworden waren, neu heimisch zu werden. Granete Ngirandi bringt in ihren farbenfrohen und expressionistisch angelegten Exponaten den Betrachtenden afrikanische Themen nahe. Dabei beschäftigt sie sich mit Geschichte und Kultur Simbabwes und thematisiert auch die großen Wunden des afrikanischen Staates:  Die Diktatur von Robert Mugabe und die daraus resultierenden Fluchtbewegungen, die Tabuisierung von HIV und AIDS und die fehlenden Rechte von Frauen. Dagegen handelt es sich bei dem Bildhauer Stanford Fata um eine ganz andere Art von „Reflexion“. Geschult an der großen Tradition der Steinbildhauerei in seinem Heimatland Simbabwe, gelingt es ihm, die bildlichen Elemente der afrikanischen Kunst mit den europäischen Skulptureinflüssen zu vereinen. Fata sucht einen reflektierten Dialog, sowohl was das Dasein angeht, wie auch die gänzlich unterschiedliche Formgebung in der afrikanischen und in der europäischen Kunst.
Luisa da Costa behandelt in ihren farbstarken Arbeiten ebenfalls das Thema Frau in Afrika. Scheinbar idyllische Momente kontrastieren mit mystischen, bedrohlichen Landschaften und  alltägliche Tätigkeiten wie tanzen, singen, baden oder Wasser holen erscheinen in völlig anderen Zusammenhängen. Krishan Rajapaksche thematisiert in seinen Bildern das Verloren sein in einem fremden Land,  auch in Gesichtern, die Schmerz und Leid ausdrücken. In seinen grafischen Werken beschäftigt er sich mit der Verfolgung der Tamilen in Sri Lanka.
In diesen „Zwischenwelten“ , befördern die Künstler-Innen die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und  gewähren Einblicke in ihre kreativen Wurzeln, ihre Traditionen und ihre künstlerische Tätigkeit in einer neuen Umgebung.

Die Galerie ist täglich (außer Montag) von 14 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 19. März 2017.

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Granete Ngirandi „Survivor“
Granete Ngirandi „Survivor“

Stanford Fata „In Transit II“
Stanford Fata „In Transit II“

Luisa da Costa „ Kaya kwanga“
Luisa da Costa „ Kaya kwanga“

Krishan Rajapakshe „Pain“
Krishan Rajapakshe „Pain“