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"WALDLIFE / SANDRA MANN" 16.09. - 22.10.2017

Am Freitag, den 15.9. 2017 wird im Heidelberger Forum für Kunst die Ausstellung „Waldlife“ von Sandra Mann eröffnet. Zur Einführung spricht Dr. Kristina Hoge.

Nach umfangreichen fotografischen Feldforschungen zu den Themen ‚Nightlife’ und ‚Daylife’ arbeitet Sandra Mann seit 2012 an der inzwischen über 200 Motive umfassenden fotografischen Waldserie.
Dokumentarische Aufnahmen von Bäumen, die mit leuchtend roter Sprühfarbe zum Fällen markiert wurden, stehen gleichwertig neben sorgsam komponierten Fotografien von in der Natur posierenden Protagonisten.

Der deutsche Wald – romantisch verklärtes Sehnsuchtsziel und furchteinflößender Ort zugleich – wird dabei zur Bühne für die künstlerische Verhandlung relevanter gesellschaftlicher Themen. Augenzwinkernd und humorvoll werfen die Aufnahmen Fragen nach unserem menschlichen Zusammenleben sowie unserem Umgang mit Natur und Umwelt auf. Die Wahrnehmung des Betrachters wird dabei subtil auf die Probe gestellt: Erst auf den zweiten Blick erschließen sich
die raffinierten Bildkompositionen in ihrer ganzen Tiefe: Die berittene Polizistin z.B., die so selbstverständlich durch den Wald zu traben scheint, hat ihr Ross gegen ein seltenes Pinzgauer
Rind eingetauscht.

Sandra Mann bedient sich einer großen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen wie Fotografie, Installation, Skulptur, Video – sie befasst sich konzeptuell mit der Beziehung der Menschen zueinander, zur Natur, zur Umwelt, Tierwelt oder Genderthematik.

Am Samstag, den 7. Oktober wird bei einem Künstlerinnengespräch Sandra Mann mit einer Powerpoint Präsentation ihre Arbeiten erläutern.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 22.10. 2017 – geöffnet ist die Galerie außer Montag täglich von 14 – 18 Uhr.

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Waldlife
180414-9564 Bulle auf Kuh
(Julia & Perle, Bayrischer Wald), 2014
© Sandra Mann


Waldlife
060814-8816 Hommage an Monet
(Jessica & „Seerosen“, Buchschlag)
© Sandra Mann



Waldlife 110515-9893 Written on Bourgeois Body / Jos Diegel & Shirin (Offenbach-Bürgel, Germany), 2015
© Sandra Mann


 Projekt Landart
„Projekt Landart“
Fotografie von Paul Mignet

Projekt Landart
„Projekt Landart“
Fotografie von Paul Mignet

Projekt Kunst und Alltag
„Projekt Kunst und Alltag“
Fotografie von Hartmuth Schweizer

Projekt Kunst und Alltag
„Projekt Kunst und Alltag“
Fotografie von Hartmuth Schweizer
Mit Kunst – Flüchtlingsprojekte „Landart“ und
„Kunst und Alltag“ 25.10. - 29.10.2017

Am Mittwoch, den 25. Oktober, 20 Uhr wird im Heidelberger Forum für Kunst eine Ausstellung eröffnet, die eine Auswahl von Fotografien von Arbeiten präsentiert, die von 21 Teilnehmerinnen der beiden Projekte erarbeitet wurden.
Zur Begrüßung spricht Gisela Hachmann-Ruch. Betreut wurden die Projekte von Elisabeth Kamps und Hartmuth Schweizer.

Unter dem Titel "MIT KUNST“ werden mit Finanzmitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung lokale Bündnisse gefördert, die Projekte ästhetischer Bildung für geflüchtete junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren durchführen. Ziel war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch Vermittlung künstlerischer Techniken einen Zugang zu Kunst, Kultur und zur eigenen Kreativität zu eröffnen. Beantragt und koordiniert wurden die Projekte vom Bundesverband Bildender Künstler und Künstlerinnen.

Zu danken ist an dieser Stelle folgenden Einrichtungen, die sich an den „lokalen Bündnissen“ beteiligt haben: Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Rhein Neckar, Internationaler Bund Heidelberg (IB), Lokale Agenda Sinsheim, NABU Sinsheim sowie Evangelische Kirche Walldorf, AK Asyl Walldorf, Gymnasium Walldorf. Zu danken ist ebenfalls den Sprachmittlern Wail Oudeh und Murat Fayez sowie den ehrenamtlichen Mitarbeitern.

An acht Projekttagen wurden den Teilnehmer*innen der „Landart“ verschiedene Aufgaben gegeben bzw. die Möglichkeit gegeben mit zuvor ausgewähltem Material in der Natur auch eigene Ideen umzusetzen.

Die einzelnen Projektideen waren: ein überdimensionales Vogelnest im Wald nur mit vorgefundenen Ästen und Zweigen zu bauen, gezeichnete Figuren, Tiere, Personen in der Natur in Szene zu setzen und somit Geschichten, erlebtes oder erträumtes zu beschreiben, auf einer Wiese Spuren/Trampelpfade zu laufen mit Hilfe von Mittelpunktpfosten und Seilen in unterschiedlichen Längen, mit Schafwolle im Wald an einem Bachlauf zu zeichnen, mit Löwenzahnblüten die Körperumrisse der Teilnehmer*innen nachzulegen und somit eine liegende Menschenkette zu zeichnen, mit gespannten Schnüren zwischen Bäumen Bilder aus Gräsern und Blumen zu weben, mit Stretchfolie zwischen 4 Bäumen eine Ebene zu spannen und sich darunter und darüber zu legen, eine lange Wanderung mit Skizzen unterwegs festzuhalten und fotografisch die Zeichnungen in der Natur zu dokumentieren, im Atelier auf langen Papierbahnen die eigenen Körperumrisse abzuzeichnen und zu gestalten, im Atelier aus alten Straßenkarten die Straßen und Autobahnen auszuschneiden und damit neue Zeichnungen, Länder, Gegenstände etc. herzustellen.

Beim Projekt „Kunst und Alltag“ wurden die im Laufe der Jahrhunderte vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst sich verändernden Funktionen des jeweiligen Kunstschaffens in ausgewählten Museen untersucht, in der Kunsthalle und dem ZKM in Karlsruhe, im Städel in Frankfurt und im Städtische Kunstmuseum in Stuttgart. Nach den dortigen unterschiedlichen Schwerpunkten war das Thema der Betrachtungen die historische Veränderung des Kunstschaffens der jeweiligen Epochen. Entsprechend des Themas  KUNST UND ALLTAG war die fotografische Erkundung der Museumsumgebung als Teil des alltäglichen Lebens in der jeweiligen Stadt ein weiteres Ziel des Projektes.

Im weiteren Verlauf wurden zentrale Elemente der erlebten musealen Kunst collagierend in die fotografisch dokumentierte, gegenwärtige Lebenswirklichkeit der Projektteilnehmer übertragen. Dazu gehörten dann wie oben angedeutet die städtische Umgebung der Museen aber auch die eigene Alltagssituation, in der die Geflüchteten hier leben.
Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 29.10. 2017 – geöffnet ist die Galerie außer Montag täglich von 14 – 18 Uhr.

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"Offtime" 03.11. - 03.12.2017

Ständig das Smartphone in der Hand? Immer hektisch auf der Suche nach neuen Nachrichten? Den Blick stets nach unten gerichtet?

Laut einer Studie, die von der Humboldt Universität in Berlin erstellt wurde, wird ein Smartphone pro Tag 63 Mal aktiviert, meist um kommunikativen Dingen nachzugehen.

Und für alles scheint es inzwischen eine App zu geben. Jetzt ist sogar eine zu haben (findet sich im Internet), die dabei hilft, alle Apps einfach mal abzuschalten und den Umgang mit einem Smartphone zu begrenzen.

Für viele Menschen scheint es unmöglich einfach mal abzuschalten und sich Zeit zu nehmen, für die Dinge, die um sie herum in der Wirklichkeit passieren.

Am Freitag, den 3. November  2017 wird um 20 Uhr im Heidelberger Forum für Kunst eine Ausstellung eröffnet, die sich diesem medialen Mainstream diametral entgegenstellt unter dem provokanten Titel  „Offtime“. Zur Einführung spricht Florian Arnold.

Das Konzept dieser Ausstellung versteht sich als Gegenentwurf zur medialen Hektik.

Die Besucher*innen werden aufgefordert, ihre Geräte auszuschalten, über die sie sonst fast zu jeder Zeit erreichbar sind und kommunizieren. Dafür wird ihnen die Möglichkeit geboten, sich meditativ zu vertiefen in Malerei, Zeichnung, Fotografie und Skulptur. Dazu können sie sich auf den Sitzgelegenheiten niederlassen, welche die Künstler*innen aus ihrer Ateliersituation mitgebracht haben und sich in intensiven Gesprächen mit den künstlerischen Intentionen auseinandersetzen.

Die beteiligten Künstler*innen: Susanne Bauernschmitt, Berna Gülerbasli, Knut Hünecke, Christine Schön, Claudia Urlass und Grete Werner-Wesner.

Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, der 3.12. 2017, zugänglich ist die Ausstellung  Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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Offtime, Susanne Bauernschmitt
Susanne Bauernschmitt, Routation 6
Tusche auf Aquarellkarton, 100x70 cm, 2017


Offtime, Knut Hüneke
Knut Hüneke, "Der coole Typ"
Dolerit, Namibia, 60 x 50 x 47 cm


Offtime, Christine Schön Christine Schön, o.T.
Öl auf Baumwolle, D 150 cm, 2014